In diesem Beitrag möchte ich zuerst gerne einen kleinen Einblick geben, wie es mir damals ging, als ich Twitter für mich entdeckte. Die Funktionsweise und wichtigsten Begriffe dieses Kurznachrichtendienstes werden kurz erklärt.

Anschließend habe ich eine kleine Sammlung an Gründen zusammengestellt, warum jeder Personaler einen Twitter-Account haben sollte.

Viel Spaß – und danach gleich einen Account holen 🙂

Kimberly

Wie funktioniert Twitter?

#holpriger Start

Bevor ich mit Twitter loslegte, habe ich das Netzwerk ehrlich gesagt nicht richtig verstanden. Ich dachte, dass ich hier ständig irgendwas erfahre, das mich gar nicht interessiert. Wie in Facebook. Nur in schnell und kürzer. Das kann sicher passieren, aber dann ist man selber schuld 🙂

Jeder Twitterer hat nur 140 Zeichen Platz für seine Veröffentlichungen (=Tweets). Persönlich macht aber GENAU das unter anderem seinen Reiz auf mich aus.

#Information-Overkill

Als ich die Blogs, XING-Gruppen, Twitter-Accounts und Newsletter der HR Welt für mich entdeckt hatte, bekam ich recht schnell einen Informationsüberfluss.

In XING und facebook Gruppen gibt es oft nur sehr grobe Gruppentitel. Es tummeln sich sehr viele Themen und Beiträge, die mit dem Thema – teilweise nur entfernt – zu tun haben. So scrollte ich mich täglich durch langen Listen der Neuigkeiten und stellte fest, dass mich selten etwas interessierte. Entweder weil mich der Inhalt oder der Stil des Textes nicht angesprochen hatte. So entfolgte ich einer Gruppe nach der anderen und war etwas enttäuscht und meine anfängliche Euphorie war gedämpft.

Außer von Twitter. Hier war ich treu geblieben und hatte nahezu täglich die App auf dem Weg zur Arbeit oder in der Mittagspause an und scrollte die Tweets durch.

Auf dem HR Barcamp Mainfranken habe ich schon ein bisschen versucht zu missionieren und habe ein paar Personalern erklärt, warum man twittert. Das hat sogar ziemlich schnell gezündet – eine Personalerkollegin hat sich gleich angemeldet. Ihre erste Frage: Wie komme ich dann jetzt in diese Gruppen, in denen du auch bist?

#Versteht jeder Twitter?

Twitter denkt nicht in Gruppen, wie XING oder facebook.

Jeder Besitzer eines Accounts kann Nachrichten absenden und jeder kann anderen Nutzern folgen, also ihre Beiträge abonnieren (=followen). Man kann seinen Account aktiv durch seine eigenen Tweets auch zum Vernetzen nutzen oder eben auch passiv für die Beschaffung von Informationen.

Man kann nicht nur Personen folgen. Einige Tweets werden mit einer Raute (#) versehen und können hierüber miteinander verknüpft werden. Das ist besonders bei Events sehr hilfreich (und zum Glück auch beliebt!).

Zum Beispiel das HR Barcamp im Jahr 2016 wurde mit dem Kürzel: #hrbc16 versehen. Alle Twitterer, die hier etwas veröffentlicht und diesen Hashtag benutzt haben, tauchen in der Trefferliste auf, wenn man danach sucht. Es aktualisiert sich laufend und man kann so sogar (fast) bei einem Event dabei sein, ohne wirklich da zu sein. Die Chance, dass es so ist, steigt natürlich wenn ein extrovertierter Twitterer an dem Event teilnimmt. Alle, die auf dem HR Barcamp in Wien waren, wissen wen ich meine 😀 Viele Veranstalter nutzen vor Ort auch Twitter-Walls auf denen alle Tweets mit diesem Hashtag automatisch gezeigt werden.

Das Ganze funktioniert natürlich nicht nur bei Events sondern auch bei allgemeinen Begriffen wie #Personalmarketing #Employer Branding oder #Käsekuchen. Toll, oder? Einfach mal über die Suchfunktion ausprobieren.

Wichtige Twitter Begriffe kurz erklärt

Das sollte dir jetzt erstmal den Einstieg erleichtern. Ich habe dir hier alle wichtigen Begriffe erläutert:

Tweets sind Kurznachrichten mit maximal 140 Zeichen. Inzwischen werden Links, Benutzernamen und Bilder bei der Grenze nicht mitgezählt.
Einige Tweets werden mit einer Raute (#) versehen und können hierüber miteinander verknüpft werden. Gib z.B. mal #Employer Branding in der Suchleiste von Twitter ein und du findest einen Fundus an interessanten Tweets und vielleicht neuen Leuten, denen du folgen kannst.

Ein Retweet ist das Teilen eines Tweets von einem anderen Nutzer. Ein Tweet gefällt dir so gut, dass du deinen Followern diesen auch mitteilen möchtest? Dann klicke einfach auf retweeten und du kannst noch einen Kommentar für deine Follower hinzufügen.


Jeder Besitzer eines Accounts kann Nachrichten absenden und jeder kann anderen Nutzern folgen, also ihre Beiträge abonnieren. Ein Follower ist also eine Person, die jemand anderem folgt. Entweder bist du einer, oder du hast welche 🙂 .. Oder beides!
Freitags werden auf Twitter Empfehlungen an seine Follower gegeben. Mit #FF oder #FollowFriday kannst du in deiner Empfehlung einen oder mehrere Nutzer mit einem @-Zeichen erwähnt.
Es können private oder öffentliche Listen erstellt werden. Hier kann man Twitterer nach beliebigen Kriterien sortieren. Öffentliche Listen können von anderen Nutzern auch abonniert werden. Wird man so einer Liste hinzugefügt, erhält man eine Benachrichtigung. Private Listen sind für andere Nutzer nicht sichtbar.
Twitter fragt in seinen Einstellungen danach, ob man seine Tweets schützen lassen möchte. Das bedeutet, nur bestätigte Follower haben Zugriff zu den Tweets und dem vollständigen Profil. Solltest du den Account zum passiven Lesen nutzen, macht es vielleicht Sinn. Solltest du ihn aktiv zum Vernetzen nutzen wollen, dann ist das eher lästig als Nutzer. Warum? Du schaust dir doch erst die Tweets eines Nutzers an, BEVOR du ihm folgen möchest, ob sie dich interessieren. Die Katze im Sack bei Twitter? Eher selten..

 

Warum jeder Personaler einen Twitteraccount braucht!

#Schnell und präzise Neuigkeiten erfahren

Die kurzen Beiträge zwingen nicht nur den Verfasser, sondern auch die Leser, das Thema in kurzer Zeit zu erfassen. Interessiert es mich? Dann lese ich den Beitrag, der verlinkt sein könnte, einfach später. Man kann hierfür einfach auf „Gefällt mir“ klicken und sich später in seinem Profil wieder den Tweet aufrufen. Der Verfasser wird benachrichtigt, dass du den Beitrag markiert hast.

Nichts geht schneller als Twitter. Die meisten Infos/Neuigkeiten habe ich in den letzten Monaten von hier bekommen.

#Persönlichkeiten folgen

Bei Twitter habe ich mich entschieden, keinem zu groben Thema zu folgen, sondern einer Persönlichkeit. Einem Experten in seinem Gebiet. Diese Beiträge würden mir in den anderen Netzwerken auch auffallen, aber so weit komme ich vielleicht gar nicht beim endlos Scrollen.

#Netzwerken

Die Personaler-„Szene“ tummelt sich schon stark auf Twitter. Also zumindest der infizierte Teil der Personaler. Man kann sich gegenseitig auf dem Laufenden halten und in Kontakt bleiben. Ich weiß gar nicht mehr, wann ich das letzte Mal eine direkte Nachricht in Facebook geschrieben habe oder einen Kommentar. In Twitter fällt mir das aber ziemlich leicht.

#Fundiertes Wissen inspiriert

Die meisten dieser Experten machen keinen Themen-Rundumschlag mit der Keule, sondern sind Spezialisten. Und gehen auch entsprechend in die Tiefe. Das ist perfektes Futter fürs Personalerhirn, ich konnte mich schon oft inspirieren lassen. Nicht jede Idee passt für alle Unternehmen, aber man kennt seines gut und weiß, was dort funktioniert und was nicht.

#Zaungast bei Events sein

Durch das Nutzen der Event-Hashtags – z.B. #smrc16 oder #hrbc16 kann man live mitfiebern – ohne dabei zu sein. Man hat nicht immer Zeit an den Events teilzunehmen oder die Karten sind schlicht zu schnell ausverkauft. Passiert wohl bei diversen HR Barcamps..

#Kompetenz überzeugt

Wenn es um die Auswahl eines geeigneten Dienstleisters geht, kann man sich über seinen Twitteraccount von seiner Qualität überzeugen. Oder auch nicht 😉

#Jobsuche

Das Netzwerk funktioniert auch für diejenigen HRler, die selbst einen Job suchen. Die Gemeinschaft verteilt öfters Stellensuche der Kollegen untereinander.

#Personalsuche

Soll auch möglich sein, hier kommt es aber auf die Branche an, finde ich.

#Frust ablassen

Einer meiner Lieblingsgründe kommt von der lieben Eva 😉 So habe ich das selbst noch nie genutzt, aber gelesen habe ich es öfters schon. Auch sehr amüsant für zwischendurch.

 

Welchen Grund habe ich vergessen? Hast du dich nach diesem Beitrag bei Twitter registriert? Einfach mit #reason2tweetHR mitteilen!

Ich freue mich, wenn du diesen Beitrag auch offline teilst, so können wir vielleicht die HR-Twitter-Community noch ein bisschen größer machen 🙂

 

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